Gesund Leben 02 / 2015

Die Themen:

  • Sind Tofu, Seitan und Co. gesünder als Fleisch?
  • Die Kunst des Scheinterns
  • Übergewicht ein Stressproblem?
  • Schwarzkümmelöl – natürliche Hilfe bei Allergien

Sind Tofu, Seitan und Co. gesünder als Fleisch?

Für Vegetarier und Veganer bilden Sojaprodukte, Seitan und Lupinenprodukte die Basis der täglichen Nahrungsmittel. Es gibt sie in vielen Formen, Geschmacksrichtungen und Verarbeitungsgraden. Eine Alternative zu Fleisch, doch wie steht es um den Gesundheitswert?


Fleisch gilt als die Proteinquelle. Der Bedarf lässt sich aber auch über Hülsenfrüchte, Seitan, Getreide wie Grünkern und Hafer oder auch Nüsse decken. Soja und Lupine haben mit 30-35% den höchsten Eiweißgehalt unter den Hülsenfrüchten und liefern alle lebensnotwendigen Aminosäuren, die für den Erhalt der Muskeln notwendig sind.

Hoher Fleischkonsum steigert z. B. das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes Typ 2 und einigen Krebsformen. Tofu, Seitan und Lupine enthalten kein Cholesterin und eine geringere Menge gesättigter und mehr mehrfach ungesättigter Fettsäuren. Außerdem liefern sie Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe und schützen so vor Herz-Kreislauferkrankungen.
Allergierisiko Seitan, Soja und Lupine: Seitan besteht hauptsächlich aus Gluten, dem wasserunlöslichen Eiweiß von Getreide. Probleme verursacht Gluten bei Menschen mit Zöliakie oder Glutensensitivität. Bei ihnen schädigt das Klebereiweiß die Darmwand und führt zu Beschwerden. Soja und Lupine zählen zu den Lebensmittelhauptallergenen. Ebenso wie Gluten sind sie als Lebensmittelallergene deklarationspflichtig und somit unter den Zutaten auf der Verpackung zu finden.

Soja in der Kritik: Sojaprodukte und ihre gesundheitliche Wirkung sind umstritten, da sie Isoflavone enthalten. Die in Soja vorkommenden Isoflavone Genistein und Daidzein ähneln dem menschlichen Geschlechtshormon Östrogen. Der 12. Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung bestätigt mit den Ergebnissen der großen EPIC Studie (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition), dass Sojaverzehr (ca. 30 mg Isoflavone pro Portion), verbunden mit Gemüse und Obst, einen wirkungsvollen Schutz vor Brustkrebs und Rezidiven (Rückfällen) darstellt. Bei Mengen bis 100 mg Isoflavone als Nahrungsergänzung täglich wurden positive Effekte auf Knochendichte, Gefäßgesundheit und Wechseljahresbeschwerden festgestellt. Dazu liegen inzwischen zahlreiche vergleichbare und statistisch signifikante Studien vor. Eine Vielzahl von Studien, bei denen der Sojaverzehr verschiedener Bevölkerungsgruppen ermittelt und mit dem Risiko für Brust- und Gebärmutterkrebs in Beziehung gesetzt wurde, ergab für asiatische Frauen ein geringeres Risiko vor allem für Brustkrebs. Für amerikanische, kanadische oder europäische Frauen ließen sich diese Ergebnisse nicht mit der gleichen Zuverlässigkeit ermitteln. Ein Punkt dabei ist möglicherweise der geringere Sojaverzehr im Kindes- und vor allem im Jugendalter.

Weniger Fleisch auf dem Teller nützt dem Klima: Pflanzliche Kost verursacht erheblich weniger an schädlichen Klimagasen im Vergleich zu Fleisch, insbesondere Rindfleisch, Butter und Milchprodukten. Der Innovationspreis 2014 ging übrigens an das Fraunhofer Institut Freising für das Projekt Lupinensamen in schmackhafte Produkte zu verwandeln. Die Lupine ist eine unkomplizierte Pflanze, wächst im wechselhaften Klima Deutschlands und hat zudem einen hohen Eiweißgehalt (40%).

Tofu, Seitan und Co. bieten eine echte Abwechslung auf dem Teller, liefern wertvolles Eiweiß und Ballaststoffe und wirken sich positiv auf die Gesundheit aus. Zudem verbessern sie die Klimabilanz und schützen Umwelt, Böden und Trinkwasser.

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Die Kunst des Scheiterns

Warum tun wir oft das Gegenteil von dem, was wir eigentlich wollen? Wer kennt es nicht: Wir schmieden Pläne, nehmen uns ein Projekt vor und am Ende wird doch wieder nichts daraus. Da wartet die aufgeschobene Seminararbeit darauf endlich fertig gestellt zu werden, der Schreibtisch endlich aufgeräumt zu werden oder man nimmt sich fest vor wieder regelmäßig laufen zu gehen. Wer oder was hindert uns daran, einem bestimmten Wunsch nachzugehen? Dazu gibt es drei Erklärungsmodelle.

Die Strategie selbstschädigenden Verhaltens

Die Seminararbeit schieben wir so lange auf, bis wir sie unter Zeitdruck fertig stellen müssen oder selbst die Verlängerungsfrist verschwitzen. Im schlimmsten Fall hängt an der Arbeit ein Zertifikat oder ein Abschluss, den wir nicht erhalten. Wir verbauen uns die Chance auf Erfolg. Statt endlich die Arbeit fertig zu stellen, legen wir uns Steine in den Weg. Dahinter steckt das Prinzip „Selfhandicapping“. Dies ist ein Schutzmechanismus: Wir machen uns Probleme, um noch Größere zu verhindern. Mal angenommen, ich würde viel Zeit und Anstrengung in die Seminararbeit investieren und erhalte am Ende nur ein „mangelhaft“ oder „ungenügend“. Niemand gesteht sich gerne ein, gescheitert zu sein oder eine falsche Strategie angewendet zu haben.

Die Strategie der Ablenkung


Statt zu beginnen, den Schreibtisch aufzuräumen, suchen wir nach neuen Urlaubszielen oder verabreden uns zum Shoppen. Statt die Laufschuhe anzuziehen, surfen wir lieber im Internet oder bestellen uns eine Pizza. So haben wir jederzeit eine Ausrede parat, dass wir es nicht schaffen konnten, sondern die Umstände schuld daran waren. Der Frühbucherrabatt, der noch schnell genutzt werden musste, die Freundin, die unsere Unterstützung gebraucht hat oder der Flyer vom Pizzaservice, der gerade im Briefkasten lag. Nicht wir sind schuld, sondern die Umstände.

Das Prinzip der Persönlichkeitsanteile


Wir vereinen verschiedene Persönlichkeitsanteile in uns. Ein alter Bekannter ist der „innere Schweinehund“, diese Formulierung ist allerdings negativ besetzt. Nennen wir diesen Persönlichkeitsanteil in uns lieber „Beschützer“ oder „Bewahrer“. Es ist der Teil von uns, dem Sicherheit und Überleben das Hauptanliegen sind. Alle unsere Anteile sind in bester Absicht, uns Gutes zu tun. Und sie geraten gerne in Konflikt miteinander. Während es mein Ziel ist, mehr Sport zu treiben um gesünder und fitter zu sein, sieht der Bewahrer seinen Entspannungsabend mit Pizza bedroht. Den braucht er, um sich von der Arbeit zu erholen.

Die Chance liegt in der Erkenntnis


Was kann man daraus lernen? Die Chance liegt in der Erkenntnis, dass dieser innere Konflikt da ist. Drehen Sie den Spieß einfach mal um. Sie wollen es offensichtlich nicht, deshalb tuen Sie es einfach mal nicht. Das Vorhaben entspricht nicht Ihren wahren Bedürfnissen. Die Frage ist, was brauchen Sie wirklich? Und: Welcher Verlust droht, wenn das gesetzte Ziel erreicht ist? Gewohnheiten ändern geht nicht von heute auf morgen. Jede/r hat lange daran gearbeitet und Gewohnheiten verfeinert, bis sie das geworden sind was sie jetzt sind. Damit wir dem Erreichen unserer Ziele nicht länger im Weg stehen, sollten wir uns fragen, ob es das richtige Ziel ist, das wir verfolgen. Und was wir wirklich brauchen, um unsere Bedürfnisse zu erfüllen.

Zentrale Themen wie Ziele erreichen, Motivationschwächen überwinden und Ressourcen stärken beinhaltet die 3-teilige Ausbildung " HYPERLINK "http://www.akademie-gesundes-leben.de/AUSB-EntWellFit/AusbildungMentalTrainer.php" \o "Mental-Trainer/in Ausbildung" Mental Trainer/in" mit Andrea Freund.
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Übergewicht ein Stressproblem?

Das ständige Hungergefühl ist für viele Übergewichtige ein scheinbar unüberwindbares Problem. Oft liegt hier das Hauptproblem bei jedem Abnehmversuch.

Für erfolglose Abnehmwillige klingt es wie Hohn, wenn andere berichten, dass ihr aktueller Gewichtsverlust durch Stress verursacht wurde. Für viele Übergewichtige ist Stress ein Grund dafür, selbst auferlegte Lebensmittelverbote über Bord zu werfen und mehr zu essen, als man sich sonst zugesteht. Nach Erkenntnissen des Adipositas-Forschers Achim Peters erscheint dies paradox. Es gibt zwei unterschiedliche Anpassungsstrategien an chronischem Stress.

Das Gehirn als unser wertvollstes Organ steht in der Versorgungshierarchie an erster Stelle. Signalisiert es Energiemangel, setzt der Körper alles in Bewegung, um Glukose aus den Energiespeichern Richtung Zentralnervensystem zu mobilisieren. In Stresssituationen verbraucht das Gehirn mehr Energie, wodurch ein Stresssystem in Gang gesetzt wird, das entsprechend mehr Glukoseenergie aus den Speichern ordert. Anhaltender Stress, dem wir mittlerweile nahezu täglich ausgesetzt sind, seien es finanzielle Engpässe, familiäre Probleme, Unzufriedenheit am Arbeitsplatz oder der Drang um soziale Anerkennung, würde folglich zu einem permanenten Gewichtsverlust führen. Bei einigen Menschen ist das auch der Fall. Diese stehen ständig unter Strom, vergessen über ihren Problemen häufig das Essen und nehmen ab. Was aus Adipositassicht erfreulich klingt, birgt auf Dauer allerdings die Gefahr für ernstzunehmende Depressionen.

Ein Großteil der Menschen reagiert entgegengesetzt. Hier dämpft der Körper die permanente Stressbelastung durch Aktivierung seines körpereigenen Beruhigungssystems. Diese Menschen begegnen frustrierenden Situationen mit einer höheren inneren Ruhe. Dennoch benötigt auch hier das Gehirn vermehrt Energie. Da das gehemmte Stresssystem die Versorgung nicht mehr aus den Körperreserven ausgleicht, muss das Gehirn seine Glukosezufuhr über andere Wege sichern. Die Lösung ist ein vermehrtes Hungergefühl. Typischerweise ist dieses häufig mit Appetit, speziell auf kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Schokolade, Chips oder Nudeln verbunden. Menschen mit dieser körpereigenen Stressbewältigungsstrategie nehmen (folglich) kontinuierlich zu.

Das Hinterfragen des Essverhaltens ist ein wichtiger Baustein bei der Bekämpfung von Übergewicht. Wer in belastenden Situationen mit „Mehressen“ reagiert, sollte möglichst Strategien suchen, dem Stressauslöser entgegenzuwirken. Eine strenge Diät mit Verzicht und Verboten stresst in diesem Fall zusätzlich und fördert Hungerattacken. Sinnvoller ist es, Maßnahmen zu ergreifen, den Stress zu bewältigen, wie etwa das Erstellen von Prioritäten, das bewusste Einhalten von Entspannungsphasen, die Abkehr von überzogenen Ansprüchen an sich selbst oder der Aufbau eines unterstützenden sozialen Umfeldes. Auf diesem Wege gelingt die Rückkehr zu einem normalen Essverhalten leichter und die Erfolgsaussichten für eine langfristige Gewichtsabnahme steigen.

Dauerhaft zum Wohlfühlgewicht, die Weiterbildung " HYPERLINK "http://www.akademie-gesundes-leben.de/AUSB-ErnBer/Ernaehrungscoach.php" \o "Weiterbildung Ernährungscoach - IHK" Ernährungscoach (IHK) " zeigt, wie es geht.
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Schwarzkümmelöl – natürliche Hilfe bei Allergien

Der Frühling erwacht, die Vögel zwitschern, die Nase juckt und die Augen tränen - es ist wieder Pollenflugzeit. Gerade für Allergiker kann das eine unangenehme Zeit sein. Linderung bei allergischen Erkrankungen und Stärkung des Immunsystem verspricht eine traditionelle Heilpflanze: Schwarzkümmel.

Die Samen und das daraus gewonnene Öl der Pflanze mit dem botanischen Namen Nigella werden seit Jahrhunderten im Orient als Nahrungsmittel verwendet. Hierzulande ist die „Jungfer im Grünen“ als Zierpflanze bekannt und die Samen kennt mancher als Gewürz auf türkischem Fladenbrot. Sie enthalten etwa 0,4 bis 2,5% ätherisches Öl und ca. 33% fettes Öl, das durch Kaltpressung gewonnen wird.

Die Wirksamkeit bei allergischen Reaktionen lässt sich auf die folgenden Inhaltsstoffe zurück führen. Schwarzkümmelöl kann mit über 50 % Linolsäure einen besonders hohen Gehalt verzeichnen. Linolsäure kann im Körper zu Prostaglandinen umgebaut werden. Diese können die Bronchien erweitern und so ebenfalls zu einer Verbesserung von asthmatischen Leiden beitragen.

Neben den Fettsäuren sind auch die Bitterstoffe Nigellin und Nigellon sowie Thymochinon als Bestandteil des ätherischen Öls enthalten. Nigellon kann die übersteigerte Reaktion der T-Zellen vermindern. Aufgrund einer geringeren Histaminausschüttung aus den Mastzellen werden Häufigkeit und Schwere von Asthmaanfällen verringert, dies allerdings erst bei Mengen von 3 – 5 Teelöffeln täglich.

Bei der Einnahme von Schwarzkümmelöl ist Vorsicht geboten: Nur wirklich reine und geprüfte Öle sollten verwendet werden, diese sind z. B. im Reformhaus erhältlich. Die verwendeten Mengen liegen bei etwa 3000 mg täglich. Das Öl kann als Kapsel oder pur, z.B. auf Brot oder in Joghurt gerührt, eingenommen werden. Aufgrund der allgemein guten Verträglichkeit gilt dies auch für Kinder. Die Einnahme erfolgt zu oder direkt nach den Mahlzeiten und sollte zunächst langsam begonnen und dann gesteigert werden, um die Verträglichkeit zu gewähren. Dann können täglich bis zu 6 Kapseln (jeweils 500 mg) oder bis zu dreimal täglich 1 Teelöffel pures Öl eingenommen werden. Asthmatikern und Menschen mit Pollen-, Hausstaub- oder Tierhaar-Allergien kann Schwarzkümmelöl deutliche Linderung verschaffen.

Ganzheitliche Beratung bei Allergien lernen Sie in der Weiterbildung " HYPERLINK "http://www.akademie-gesundes-leben.de/AUSB-GanzGes/ABGesundheitsber.php" \o "Weiterbildung Gesundheitsberater/Gesundheitsberaterin - IHK - mit Dr. med. Michael Weiss" Gesundheitsberater/in (IHK)" kennen. Machen Sie sich fit in Naturheilkunde, Ernährungsberatung und ganzheitlicher Gesundheit.
Nächster Start: 15.04.-19.04.2015 oder 26.06.-30.06.2015