gesund leben 02 / 2016

Heilende Wirkung von Farbe und Licht

Die dunkle Jahreszeit verabschiedet sich, die Tage werden länger, heller und wärmender. Mit dem beginnenden Frühjahr wird das Gemüt leichter. Bei einigen Menschen kommt es während der Winterzeit zu einer Winter- oder Lichtmangeldepression. Mit Beginn des Frühlings wirken Licht, Farbe und Wärme der Sonne auf das Nervensystem und vertreiben Verstimmungen. Dies ist die wohl bekannteste Wirkung und Anwendungsmöglichkeit von Licht. Die traditionelle Farb- und Lichtherapie findet sich in einer Vielzahl von Anwendungsgebieten wieder. 

Farbiges Licht beeinflusst den Körper

Bereits in der Antike wendete man die heilende Wirkung von Farbe und Licht auf die menschliche Psyche und den Organismus an. Zur Heilung wurden farbige Textilien und Salben eingesetzt, Badewasser mit farbigem Licht bestrahlt oder Nahrungsmittel nach ihrer Färbung ausgesucht. In den 1970er und -80er Jahren wurde wissenschaftlich bewiesen, dass farbiges Licht den Körper beeinflusst, sogar bei blinden oder farbblinden Personen. Blau zum Beispiel senkt den Blutdruck und die Aktivität der Gehirnwellen. Orange regt den Appetit an, gelb das Nervensystem. Außerdem reduziert es Verstimmungen. Rosa entspannt und neutralisiert Aggressivität, jedenfalls in geringen Dosierungen.

Wie Lichtstrahlen im Körper wirken

Wenn Lichtstrahlen auf die Erdoberfläche treffen, werden diese unterschiedlich absorbiert und reflektiert. Das Licht wird dabei in Farben aufgespalten und in verschiedene Schwingungsbereiche getrennt. Die verschiedenen Wellenlängen und Frequenzen lösen im menschlichen Auge komplizierte chemische Reaktionen aus. Am Ende wird ein Farbeindruck ans Gehirn gemeldet. Über den Hypothalamus, die Befehlszentrale im Gehirn, kann die in Nervenimpulse umgesetzte Lichtenergie die Zirbeldrüse, Hypophyse und Hormondrüsen beeinflussen. Farben mit ihren unterschiedlichen Energien können somit verschiedene Gefühle und Stimmungen erzeugen. Der wichtigste Weg, über den Licht und Farben auf uns wirken, ist die Haut. Ausgelöste Nervenimpulse werden direkt an bestimmte innere Organe weitergeleitet. Dabei kann das Licht direkt auf die Haut wirken, aber auch über Textilien, Farben und Muster. 

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Nicht sauer werden!

Eine säurereiche und säurebildende Ernährung macht krank. Was für NaturheilkundlerInnen und ganzheitliche GesundheitsberaterInnen ein Fakt ist, ist in der Wissenschaft immer noch umstritten. Im Organismus laufen ständig chemische Prozesse ab, die lebensnotwendige Vorgänge steuern. Ist das Säure-Basen-Gleichgewicht gestört, können Erkrankungen die Folge sein.

Säuren werden über Niere, Lunge, Haut und Darm entsorgt 
Die Niere ist eine Möglichkeit, um Säuren zu neutralisieren. So werden beispielsweise überschüssige Eiweiße in Form von Harnsäure abgegeben. Über die Lunge befreit sich der Körper von Kohlensäure, die als Stoffwechselprodukt täglich in großen Mengen anfällt. Sie zerfällt in Wasser und Kohlendioxid, welches dann abgeatmet werden kann. Die Haut unterstützt mit Hilfe des Schweißes den Körper, überschüssige Säuren auszuscheiden.  Auch über den Darm kann ein Säureüberschuss abtransportiert werden. Dabei dienen als Zwischenlager Bindegewebe, Gelenke  und das Skelett. Dort wird die Säurelast durch Freisetzung von Mineralien neutralisiert. Falls dem Körper nicht genügend Mineralien zugeführt werden, kann die Knochenfestigkeit abnehmen und das Osteoporoserisiko stark ansteigen.

Unterteilung der Lebensmittel nach pH-Wert
Um Klarheit darüber zu gewinnen, wie wir zu einem ausgeglichenen Säure-Basen-Verhältnis gelangen, werden Lebensmittel nach ihrem pH-Wert eingeordnet. Die Einordnung erfolgt nach dem PRAL-Wert.  

So gehören zu den stark säurebildenden Lebensmitteln Fleisch, Wurst, Eier und Käse. Schwach säurebildend sind Quark, Sahne Vollkorn, Nüsse und Soja.  

Stark basenbildende Lebensmittel sind Blattsalate, Gemüse, Obst, Kartoffeln, Molke, Obstessig, Kräutertees und Mineralwasser ohne Kohlensäure. Schwach basenbildend dagegen Milch, Jogurt, Trockenobst, Pilze, Hülsenfrüchte oder Tofu. Wichtig ist der Reifezustand von Früchten und Gemüse. Ausgereifte Sorten sollten bevorzugt verzehrt werden.

Wodurch kann eine Übersäuerung entstehen?
Bei Erkrankung der Atemwegsorgane kann das saure CO2 möglicherweise nicht ausreichend über die Lunge abgeatmet werden. Bei Funktionsstörungen der Niere ist die Ausscheidung von Säuren vermindert. Bei Blutarmut kann Säureüberschuss nicht über den Bicarbonat-Puffer ausgeglichen werden. Bei Krankheiten wie Diabetes oder Fettstoffwechselstörungen baut der Körper vermehrt Substanzen in Säuren um.

Umgekehrt kann auch eine verminderte Aufnahme genügend basenreicher Kost zu einer Übersäuerung führen. Bei Einnahme von Medikamenten kann die Basenbildung blockiert werden.

Wenn der Körper auf längere Zeit nicht in der Lage ist, ein ausgeglichenes Säure-Base-Verhältnis zu schaffen, können ernstzunehmende Erkrankungen entstehen. Da der Körper anfangs noch versucht, durch körpereigene Mineralien den Säureüberschuss auszugleichen, sind erste Anzeichen einer Azidose (Übersäuerung) meist brüchige Nägel, Haarausfall oder Durchblutungsstörungen. Auf längere Zeit kann es zu Gicht, Arthrose, Neurodermitis, Osteoporose, Schlafstörungen, Allergien oder Herzrhythmusstörungen kommen.

Eine ausgeglichene Ernährung unterstützt den Säure-Basen-Haushalt
Um einem unausgeglichenen Verhältnis vorzubeugen, sollten Sie bei Ihrer Ernährung auf ausreichend frisches Obst, Vollkorngetreide, Samen und Nüsse, Hülsenfrüchte, Kräuter- und Früchtetees achten. 80% der Nahrung sollte optimaler Weise sich aus basenbildenden, 20% aus säurebildenden Lebensmitteln zusammensetzen. Tierische Produkte wie Fleisch, Milchprodukte oder Eier sollten einen geringeren Anteil einnehmen. Achten Sie auf genügend Bewegung, eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Vermeiden Sie allgemeinen Stress - so steht einer gesunden Balance nichts im Wege.

 

Basisch essen, den Säure-Basen-Haushalt ausgleichen, Krankheiten vorbeugen - wissen wie es geht. In der Ausbildung Fastenleiter/in (AGL) enthalten ist das Zertifikat "Kursleiter/in Basenfasten". Nächster Start: 07.09. - 11.09.2017 oder 03.02. - 07.02.2017

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Was uns gesund erhält

Neben ausreichender Bewegung, abwechslungsreicher Ernährung unterstützt eine positive Grundeinstellung die Gesundheit. Zahlreiche Studien belegen, wer optimistisch ist und sein Leben genießt, hat bessere Chancen gesund zu bleiben. 

Ob wir zufrieden sind oder nicht, hängt einerseits von unseren Genen ab, aber auch von Erfahrungen, die wir in der Kindheit gemacht haben. Wer im frühsten Kindesalter Fürsorge und Zuwendung erlebt, ist im Jugend- und Erwachsenenalter belastungsfähiger und widerstandfähiger gegen Stress. In der Fachwelt wird diese Fähigkeit als „Resilienz“ bezeichnet. Wer hingegen Vernachlässigung oder sogar Gewalt in frühster Kindheit erlebt, wird später gestresster und weniger belastungsfähig sein. Das seelische Immungleichgewicht ist verschoben. Forscher zeigen: Genetische Informationen können durch Stress verändert werden. Damit beschäftigt sich die Epigenetik. Sie belegt, dass äußere Faktoren ein Gen aktivieren oder deaktivieren können, ohne dabei die im Gen enthaltenen Informationen zu verändern.

Wie zufrieden ein Mensch ist, kristallisiert sich zwischen dem 5. und 10. Lebensjahr heraus. Das Zufriedenheitsniveau bleibt in der Regel ein Leben lang konstant. Ob nach besonders glücklichen Erlebnissen oder auch nach schweren Schicksalsschlägen pegelt sich das Zufriedenheitsbarometer wieder ein. Die meisten Menschen sind so zufrieden wie zuvor. 

Entwicklungsforscher beschäftigen sich mit der Frage: Warum gelingt es einigen Menschen besser, gravierende Schicksalsschläge zu verarbeiten, als andere? Besonders widerstandsfähige Menschen zeichnen folgende Charaktereigenschaften aus: Optimismus, Humor, Dankbarkeit und Gefühle wahrnehmen. Aber auch die Lust daran, das eigene Leben gestalten zu können, das Leben aktiv und kreativ in die Hand zu nehmen. Ziele zu verfolgen und sich auf Veränderungen einzustellen.

Resiliente Menschen pflegen stabile und emotionale Beziehungen zu anderen Menschen. Positive Beziehungen in der Kindheit als auch im Erwachsenenalter sorgen für eine stabile Widerstandsfähigkeit und sind bedeutsam für Gesundheit und Zufriedenheit. Die Fähigkeit, mit Belastungen gesund umzugehen und das Leben zu genießen, lässt sich trainieren.

Gesundheit ganzheitlich betrachtet. Neben der Salutogenese umfasst die Weiterbildung Gesundheitsberater/in (IHK) Schwerpunkte wie Ernährung, Naturheilkunde und Entspannung. Nächster Start: 24.06. - 28.06.2016 oder 16.09. - 20.09.2016

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Emulgatoren können Darmerkrankungen fördern

In der heutigen Zeit sind verarbeitete Lebensmittel – im wahrsten Sinne des Wortes – in aller Munde. Die Zusatzstoffe und technischen Hilfsstoffe üben einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Darmgesundheit aus. Wer glaubt, die in stark verarbeiteten Lebensmitteln enthaltenen Zusatzstoffe wie Konservierungsmittel und Emulgatoren wirken nur im Produkt, irrt.

Speziell die Emulgatoren als grenzflächen-aktive Zusatzstoffe sind nun ins Visier der Forschung gerückt. Sie sollen Untersuchungen zu Folge einen erheblichen Schaden an der Schleimhaut des Darmes erzeugen. Die Durchlässigkeit der Schleimhaut wird erhöht und die Darmmikrobiota (alles Lebende im Darm) wird negativ beeinflusst. Die Fähigkeit der Schleimhaut zu emulgieren kann das Eintreten von Fremd- oder Schadstoffen begünstigen. Besonders reichlich werden Emulgatoren  in fast allen industriell hergestellten Backwaren verwendet. Emulgatoren sind an dem Begriff „Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren“ zu erkennen.

Klinische und experimentelle Studien zeigen, dass Veränderungen der Durchlässigkeit der Darmschleimhaut eine bedeutende Rolle bei der Entstehung von Erkrankungen wie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Allergien usw. haben. Für einige Erkrankung ist die Durchlässigkeit der Schleimhaut mit den „tight junctions“ (siehe Newsletter gesund leben 05/2015) ein Schlüssel zur Linderung der Probleme. Wenn die Schleimhaut mehr Stoffe passieren lässt als gut und oder gesund ist, spricht man auch vom „Leaky-Gut-Syndrom“ (löchriger Darm). Besonders bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen(CED), Autoimmunerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Zöliakie) und Allergien kann eine Darmsanierung von mindestens drei Monaten zu deutlichen Symptomlinderungen führen. Wird parallel noch der Lebensstil umgestellt, d.h. mehr Bewegung und weniger Stress, kann die Gesundheit schnell wiederhergestellt sein.

Bislang werden Emulgatoren als gesundheitlich unbedenklich angesehen und wurden entsprechend der Zulassung als sicher bewertet. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit wird die Emulgatoren nun neu bewerten.

Literaturempfehlung:

Dr. Anne Katharina Zschocke (Medizinerin und Fachautorin) gibt in Ihrem Buch „Darmbakterien als Schlüssel zur Gesundheit“, erschienen im Knaur-Verlag, einen fundierten Überblick über den Einfluss der Darmbakterien und deren Bedeutung für die Gesundheit. Immer mehr Erkrankungen werden mit der Zusammensetzung der Darmbakterien in Verbindung gebracht. Antibiotika, falsche Ernährung und anhaltender Stress können den Darm schädigen. Ist der Darm nicht mehr im Gleichgewicht, sind Erkrankungen die Folge. Dr. Zschocke stellt die neuesten Erkenntnisse aus der Forschung umfassend und gut verständlich vor. Sie gibt Empfehlungen, wie das Darmgleichgewicht wieder hergestellt werden kann.