Gesund leben

Schreiben Sie Ihre Sorgen ab!

Ob diffuse Gefühle, unklare Situationen, kreisende Gedanken – wie wäre es, wenn dieses Wirrwarr aus der Nebelwolke tritt und sichtbar wird? Mit einem einfachen und sehr effektiven Mittel ist das möglich. Alles was es hierfür braucht ist Stift und Papier.

Wann haben Sie das letzte Mal ihre Gedanken schriftlich formuliert und per Hand aufgeschrieben? Vielleicht haben Sie mal Tagebuch geführt oder führen es immer noch: Gut so, denn schreiben befreit unsere Gedanken, bringt Ordnung in den Kopf und hat eine klärende Wirkung. Max Frisch hat es einmal formuliert: „Schreiben ist Kommunikation mit dem Unaussprechlichen.“ Manchmal braucht das Unsagbare einen Umweg über das Papier damit wir verstehen, was im Innersten los ist. Für die Reise ins Innerste reichen ein Stift und ein Block.

Untersuchungen belegen, dass beim Schreiben mit der Hand mehr Areale im Gehirn aktiviert werden als beim Tippen am PC. Außerdem verankern sich handgeschriebene Texte besser im Gehirn. Schreiben kann eine sehr kraftvolle und ressourcenorientierte Methode sein. Durch das Aufschreiben von Zielen können Veränderungsprozesse unterstützt werden. Mittlerweile gibt es Schreibseminare. Ob therapeutisches, kreatives oder biografisches Schreiben: Bei der Bewältigung einer Krankheit, bei Verlust oder Burnout kann dies eine heilsame Wirkung haben. Auch Achtsamkeit kann trainiert werden, zum Beispiel bei der Auswahl des Papiers, der Schreibwerkzeuge oder des Ortes. Schreiben ist ein sinnlicher Prozess, der hilft Klarheit zu gewinnen und Gedanken zu ordnen. Eine Übung für sofort: Schreiben Sie eine Woche lang fünf positive Dinge auf, die Ihnen an dem jeweiligen Tag passiert sind. Schärfen Sie somit Ihren Blick für das Positive.

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Aufstehen! Rausgehen!

Eine Stunde Bewegung kann die Folgen von acht Stunden Sitzen aufwiegen. Büroarbeiter sitzen oft stundenlang und schaden sich dadurch. Eine Studie an der Norwegian School of Sport Sciences zeigte, dass dieses Risiko gemindert werden kann. Wer sich jeden Tag bewegt, kann die negativen Effekte sogar ganz ausgleichen. 

Je mehr der Mensch sitzt, desto höher ist sein Risiko für Herz- und Kreislaufkrankheiten. Doch das Sitzpensum kann leider nicht eigenverantwortlich gewählt werden. Büroarbeiter sitzen ca. acht Stunden auf dem Schreibtischstuhl. 

Die Vielsitzer waren der Forschungsgegenstand und erhalten nun eine positive Nachricht: Wer sich genug bewegt, kann die Gesundheitsrisiken von stundenlangem Sitzen sehr wahrscheinlich aufheben. Dazu ist lediglich eine Stunde Bewegung am Tag notwendig wie zum Beispiel gemütliches Radfahren oder forsches Gehen. 

Die Analyse basiert auf Daten von mehr als einer Million Menschen weltweit, die bei sechs verschiedenen Untersuchungen mitgemacht hatten. 

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Das Froböse-Konzept

„Essen und Trimmen – beides muss stimmen“, so lautet eine Volksweisheit. Die Ernährung ist die Basis für körperliche und mentale Kraft. Bewegung ist die beste Medizin für Lebensqualität. Wer sich regelmäßig bewegt stärkt Herz, Muskeln, Gelenke und baut Stress ab. Rückenschmerzen entstehen durch Bewegungsmangel. Fast die Hälfte aller Deutschen ist übergewichtig, damit verbunden sind erhöhte Risikofaktoren wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Arteriosklerose. Die Folgen von einseitiger Ernährung und wenig Bewegung sind durch Studien gut gesichert.

Prof. Dr. Ingo Froböse, Professor und Sportwissenschaftler der Deutschen Sporthochschule Köln, forscht unter anderem daran, wieviel Bewegung der Mensch braucht, um sich gesund zu erhalten. Die Überraschung: Das Maß an Bewegung, das nötig ist die Gesundheit zu erhalten, ist viel geringer als viele Menschen vermuten. Wie lässt sich also ein aktiver Lebensstil in der heutigen Gesellschaft umsetzen? Wie können wir uns gesund erhalten? 

Die Akademie Gesundes Leben bietet in Kooperation mit Prof. Dr. Ingo Froböse ab 01.11.2017 die vierteilige Ausbildung "Active your life Coach" an. Kernthemen dieser Ausbildung sind Fitness, gesunde Ernährung, Regeneration und Coaching. Der "Activate your life Coach" unterstützt Menschen darin, ihren Lebensstil und ihre Lebensgefühle in Kursen oder Einzelcoachings zu verändern. Wie lässt sich der Fitnesszustand verbessern, wie groß ist der Zeitaufwand, welche Aktivitäten sind notwendig und wie motiviere ich Menschen für mehr Bewegung. Dies und mehr wird in der vierteiligen Ausbildung "Activate your Life Coach" vermittelt.

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Mental-Power aus der Natur

Natur berührt, bewegt und erdet uns. Draußen finden wir Kontakt zu unseren eigenen Wurzeln. Wer sich persönlich weiter entwickeln und verändern möchte, weiß oft nicht genau wo er steht oder wohin es gehen soll. Mental Trainerin Andrea Freund weiß, wie wir die Natur als Quelle für körperliches und seelisches Wohlbefinden nutzen und wie wir von Wald und Wiesen lernen können.

Die Kraft liegt in der Natur

Ob im Büro, zu Hause oder beim Einkaufen: Der Alltag steckt voller Erwartungen, Begrenzungen und Bewertungen. Nicht so die Natur. Natur beengt nicht, erwartet und bewertet nicht. Sie steckt voller Wachstum und Wandel - so wie der Mensch. „Bei einem ausgedehnten Spaziergang in der Natur schaltet das Gehirn „ab“ bzw. „um“ in den Modus positiver Aufmerksamkeit, Erholung und Entspannung“, erklärt Andrea Freund, Mental Trainerin und Meditationskursleiterin der Akademie Gesundes Leben. Voraussetzung ist, dass die Umgebung als sanft und schön wahrgenommen wird, dass Weite verspürt wird und die Bedürfnisse mit den Gegebenheiten der Landschaft übereinstimmen.

„Ähnlich wie bei einer Meditation produziert das Gehirn dann Alphawellen. Dadurch gelingt es uns innere Stressoren wie „Ich müsste noch!“, „Bin ich gut genug?“, „Darf ich das überhaupt?“ auszuschalten. Der Geist beruhigt sich. Der Fokus liegt nur noch auf einer Tätigkeit und der Körper entspannt“, so Freund weiter.

Unsere Außenwelt ist geprägt von schnelllebigen Moden, Leistungsdruck und wandelbaren Trends. Für viele von uns ist der Naturkontakt in den letzten Jahren immer mehr gesunken. Dabei brauchen wir die Naturnähe, um Halt und Sinn im Leben zu finden.

Wer in Prozessen fest steckt, sollte in den Wald gehen

Wir können die Natur als Lernumgebung entdecken. Zieht es uns raus an die frische Luft, so finden wir Freiheit und Ruhe, um nachzudenken, kreativ zu sein und Entscheidungen zu treffen. Andrea Freund: „Wer in einer Entscheidung feststeckt, sollte in den Wald gehen. Denn die Natur steckt voller Botschaften und Analogien und dient als Ratgeber.“ Setzen wir uns mit offenen Sinnen und offenen Herzen mit den Naturelementen in Verbindung, so erhalten wir Antworten. Dabei dienen die Naturelemente als Spiegel für innere Prozesse und weiten den Blickwinkel.

  • Bach: Bin ich im Fluss? Wo ist die Strömung stark? Wo ist die Strömung zu schwach?
  • Wegkreuzungen: Wohin gehe ich? Wie entscheide ich mich? Wovor habe ich Angst?
  • Berge: Was ist wahre Größe? Was ist wahre Weite?
  • Waldboden: Was erdet mich? Was verbindet mich? Was ist mein Fundament?
  • Baum: Was nährt mich? Welche Ideen trage ich in mir? Was sind meine Ressourcen? Wo sind meine Wurzeln?

Sich mit allen Sinnen mit der Natur verbinden. Sehen, riechen, schmecken und fühlen, was die Umgebung offen hält. Manchmal reicht es aus, mit einer Frage spazieren zu gehen und dabei wahrzunehmen, was oder wer uns dabei auf dem Weg begegnet. Es kann ein Vogelzwitschern, ein Windstoß oder der Geruch von warmen Waldboden sein, der uns der Antwort näher bringt.

So wie die Natur dem stetigen Wandel unterliegt, so wächst und wandelt sich der Mensch. Wenn wir einen achtsamen Weg zurück zur Natur finden, können wir uns selbst finden.