gesund leben 05 /2016

Antioxidantien in der Diskussion

Wie bei vielen Ernährungsthemen gibt es auch in der gesundheitlichen Bewertung von Antioxidantien vielfältige, sich teilweise widersprechende wissenschaftliche Einschätzungen und Positionen.

Die „Gut und Böse Story“

Lange Zeit galten die freien Radikale als schädliche und bekämpfenswerte Stoffwechselprodukte, die für nahezu sämtliche Krankheiten und auch den Alterungsprozess verantwortlich gemacht wurden. Antioxidantien dagegen galten als die Stoffwechselpolizei, die die freien Radikale bekämpfen und positiv zu bewerten sind. Diese „Gut und Böse Story“ lässt sich vor dem Hintergrund zahlreicher Studien und einer differenzierteren Betrachtung von oxidativen und antioxidativen Stoffwechselprozessen nicht mehr Aufrecht erhalten.

Ausgewogenheit ist das Ziel

Neuere Erkenntnisse legen nahe, dass die Balance von Stoffwechselreaktionen, bei denen freie Radikale benötigt werden, durch ein Übermaß an Antioxidantien vor allem in isolierter Form empfindlich gestört werden kann. 

Zu berücksichtigen sind auch Prozesse, bei denen die antioxidative Abwehr infolge von Trainingsreizen gestärkt wird und eventuell durch die Gabe von Antioxidantien abgeschwächt wird. 

Anzustreben ist daher ein Gleichgewicht zwischen Antioxidantien und freien Radikalen. Die Zufuhr von Antioxidantien sollte in erster Linie über natürliche Produkte, vor allem Obst und Gemüse, erfolgen.

Eine differenzierte und kritische Betrachtung ist ebenfalls angebracht bei Lebensmittel, die mit dem Attribut „Superfoods“ belegt werden. 

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Kränkungen überwinden

Kränkungen sind wie eine Ohrfeige für die Seele oder sie liegen wie ein Stein im Magen. Man kann keinen klaren Gedanken mehr fassen. Entweder ist der andere für einen „gestorben“ oder es werden schärfste Rachepläne geschmiedet. So oder so, beides tut nicht gut. Wie kann man mit Kränkungen umgehen? Was ist, wenn ich mich ständig kritisiert fühle?

Was ist Kränkung?

Eine Kränkung empfinden wir als einen Angriff auf unsere Persönlichkeit oder unser Selbstwertgefühl. Wir empfinden Äußerungen oder Verhaltensweisen des Gegenübers als verletzend oder wir fühlen uns gedemütigt. Zur Kränkung gehören zum einen eine Handlung, nämlich was der andere macht oder sagt, und zum anderen eine Reaktion, nämlich wie wir darauf reagieren, in diesem Fall: gekränkt zu sein. Woher weiß ich denn, ob der andere mich kränken wollte? Oftmals ist es die eigene Interpretation von Verhaltensweisen oder die Unterstellung, dass der andere mir etwas Böses will. Korrekt wäre die Betrachtungsweise: „Mein Gegenüber hat etwas getan, das mich kränkt“. 

Es gibt im Grunde zwei Wege mit Kränkung umzugehen. Der Rückzug ins Innere, also die beleidigte Leberwurst spielen oder auf Rache sinnen und sich lautstark verteidigen.

Warum fühlen wir uns gekränkt?

Ob wir uns gekränkt fühlen oder nicht, hängt von verschiedene Faktoren ab. 

Das eigene Selbstwertgefühl: Unsere Verletzbarkeit hängt in hohen Maß von unserem Selbstwertgefühl ab. Ist dieses gering, sehen wir eine Ablehnung, Kritik oder Entwertung, wo gar keine ist. 

Die Erwartung an die anderen: Je größer die Erwartung an den/die andere/n, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass unsere Erwartungen nicht erfüllt werden. Wir sind verletzt.

Aktuelle Verfassung: Wie schnell oder leicht wir uns gekränkt fühlen, hängt von unserer momentanen körperlichen und seelischen Verfassung hängt ab. Sind wir körperlich geschwächt oder labil, fällt es uns schwerer, negativen Kommentaren etwas entgegen zu setzen.

Wie können wir mit einer Kränkung umgehen? 

  1. Am besten/effektivsten hilft eine kritische Auseinandersetzung mit uns selbst. 
  2. Atmen Sie tief durch und nehmen Sie eine aufrechte Körperhaltung ein.
  3. Überprüfen Sie Ihre Gedanken: Was andere sagen und tun, liegt erstmal bei den Personen selbst. Es hat nichts mit Ihnen zu tun. Prüfen Sie, was Sie meinen, herausgehört zu haben. Fragen Sie beim Gegenüber nach.
  4. Tatsachen und Meinungen werden häufig vermischt. Oft steckt eine persönliche Meinung dahinter, die nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat.
  5. Finden Sie heraus, was Ihre Gefühle und Bedürfnisse sind und sprechen Sie diese an. Warten Sie nicht darauf, dass die anderen Ihre Bedürfnisse aus der Kristallkugel herauslesen.
  6. Was sind Ihre Erwartungen an die anderen? Prüfen Sie, wie wichtig Ihnen die Beziehung ist

 

Im Seminar Mensch ärgere Dich nicht lernen Sie mit Ärger umzugehen. Lernen Sie Strategien kennen, Ärger loszulassen oder sogar zu nutzen. Nächste Termine: 26.05.-28.05.2017 oder 17.11.-19.11.2017

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Iss Dich glücklich!

Essen hält Leib und Seele zusammen. Schokolade und Nudeln machen glücklich. Heißer Kakao tut der Seele gut. Welchen Einfluss hat die Ernährung auf die Stimmung? Gibt es bestimmte Inhaltsstoffe in Lebensmitteln, die auf unsere Psyche wirken? Diese Frage beschäftigt auch Wissenschaftler. Und auch, ob gesundes Essen Depressionen vorbeugen oder lindern kann.

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) leiden europaweit ca. 20 Millionen Menschen an Depressionen. Die WHO schätzt, dass 2020 Depressionen die zweithäufigste Volkskrankheit sein wird. Besonders häufig betroffen sind dabei Übergewichtige. Hinzukommen Risikofaktoren wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Umgekehrt leiden Menschen mit diesen Symptomen auch an Depressionen. Daher ist eine gesunde Ernährung als ein Therapiebaustein sinnvoll.

Nahrungsmittel enthalten Substanzen, die über das Verdauungssystem auf das Gehirn wirken. Vermutlich haben Depressive einen höheren Kohlenhydratbedarf und greifen daher zu Nudeln, Backwaren oder Süßem. Möglicherweise werden nach dem Verzehr von Kohlenhydraten im Darm vermehrt stimmungsaufhellende Hormone gebildet. Im Magen-Darm-Trakt werden Hormone freigesetzt wie Leptin, Cortisol und Cholezystokin, die Signale an das Gehirn weitergeben. 

Mediziner der Universität Leipzig beteiligen sich am Europäischen Forschungsprojekt „MooDFOOD“ und untersuchen den Einfluss des Essens auf Depressionen. Wie hängen Übergewicht, Depressionen und Ernährung zusammen? Ziel der Studie ist es, wirksame Ernährungsstrategien zur Vorbeugung von Depressionen zu entwickeln. Insgesamt 14 Partner aus Europa sind an dem fünfjährigen Forschungsprojekt beteiligt. Die Wissenschaftler erforschen weiterhin, aufgrund welcher Mechanismen Menschen mit Übergewicht ein erhöhtes Risiko haben, an Depressionen zu erkranken. Es gibt eine Reihe von Hinweisen, dass eine Ernährung reich an Omega-3-Fettsäuren das Depressionsrisiko um 30 Prozent senken kann. Sie sollen die Ausschüttung von Seretonin aus den Nervenzellen erhöhen. Auch ein Mangel an bestimmten Nährstoffen wie Folsäure, Kalzium, Magnesium und Vitamin D können die Psyche beeinflussen. Folsäure unterstützt die Bildung von Neurotransmittern. Kalzium verändert die Erregbarkeit der neuronalen Verbindungen und Vitamin D soll beim Zusammenspiel der Nervenzellen eine wichtige Rolle spielen. 

Erfahren Sie mehr über aktuelle Behandlungsansätze bei Übergewicht und psychischen Problemen, sowie Trends zu Pre- und Probiotika in der Weiterbildung Berater/in Darmgesundheit. Nächste Termine: 08.01.-11.01.2017 oder 26.03.-29.03.2017.

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Grüne Medizin bei Erkältungen

Naturarzneimittel wirken sanft und sind frei von Nebenwirkungen. Sie können Ergänzung oder Alternative zu klassischen Medikamenten sein. Heilpflanzen zeichnen sich durch komplexe Wirkstoffzusammensetzungen aus. Inhaltsstoffe sind Flavonoide, ätherische Öle und/oder Bitterstoffe. Bakterien und andere Erreger werden nicht nur vernichtet, das Immunsystem wird zusätzlich gestärkt. Achten Sie bei der Qualität der Produkte auf Inhaltsstoffe und wählen Sie Produkte aus dem Reformhaus oder der Apotheke mit nachgewiesenen Wirkstoffen in Arzneibuchqualität aus. Heilpflanzen können bei Magen-Darm-Infekten, Infekten der Atemwege oder auch bei Harnwegsinfekten helfen.

Echinacea (Sonnenhut): Cichoriensäure und Polysaccharide steigern die körpereigenen Abwehrkräfte durch Anregung der Fresszellen im unspezifischen Immunsystem. Zur Unterstützung der Abwehrkräfte bei Erkältungskrankheiten im Hals-, Nasen- und Rachenbereich. Nicht bei Fieber nehmen. Optimal in Kombination mit Vitamin C (bis 500 mg). 

Thymian: Die Wirkung ist vielschichtig. Er desinfiziert und ist antibakteriell. Man setzt ihn bei Bronchialhusten ein, da er schleimverflüssigend und auswurffördernd wirkt. Auch zum Inhalieren ist Thymian bestens geeignet.

1 Teelöffel voll Thymian mit 150 ml heißem Wasser übergießen und nach etwa 10 Minuten durch ein Teesieb gießen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken.

Salbei: Ätherische Öle, Bitterstoffe und Gerbstoffe zeichnen den Salbei in seinem Wirkspektrum aus. Salbei hat antibakterielle, entzündungshemmende und pilztötende Eigenschaften. Hier wirken Gerbstoffe und ätherisches Öl zusammen. Salbeizubereitungen, wie z.B. Heilpflanzensaft, sind gut geeignet als Gurgellösungen bei Erkältungen, insbesondere bei Halsschmerzen und Heiserkeit.

Wollblume: Auch unter dem Namen Königskerze bekannt. Inhaltsstoffe sind Schleimstoffe und Saponine. Sie wirkt desinfizierend, hustenreizlindernd und auswurffördernd.

Wie Sie Heil- und Wildpflanzen bestimmen und bei Erkältungen, Kopfschmerzen u.a. einsetzen, erfahren Sie im Seminar Heil- und Wildkräuter. Nächste Termine: 19.05.-21.05.2017 oder 27.08.-29.08.2017